Montag, 27. April 2015
Ärzte Zeitung, 15.06.2004

FUNDSACHE

Tut gar nicht weh: die Hose aus Brennesseln

Allein die Vorstellung läßt einem rote Pusteln auf der Haut wachsen: Und doch schwört Textilforscher Kai Nebel beim Kleiderkauf auf Brennessel-Fasern.

Hemd, Pulli oder Hose aus Brennessel-Fasern trügen sich angenehm, leicht und weich wie Seide, so Nebel. Seien die verwendeten Bastfasern doch im Stengel der Pflanze und nicht in den Blättern, wo die fiesen Härchen sitzen, an denen man sich im Sommer so oft "verbrennt".

Am Institut für angewandte Forschung der Fachhochschule Reutlingen untersucht Kai Nebel die Eigenschaften der Brennessel-Fasern als Rohstoff. Sie seien anspruchslos, kämen im Gegensatz zur Baumwolle meist ohne chemischen Pflanzenschutz aus und seien ob ihrer abschreckenden Wirkung reichlich vorhanden.

Am ergiebigsten ist eine bis zu drei Meter hohe Sonderform der Brennessel, die Fasernessel. Diese ist bereits nach dem Zweiten Weltkrieg mangels Baumwolle als Rohstofflieferant gezüchtet worden. (Smi)

|
Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3190)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Studie belegt: Paracetamol bringt bei Rückenschmerzen nichts

Schon seit Jahren gibt es Zweifel daran, ob Paracetamol bei Rückenschmerzen die richtige Wahl ist. Jetzt zeigt eine neue Analyse: Wirkung gleich null - dafür bergen die Pillen aber erhebliche Risiken. mehr »

Plädoyer im Transplantationsprozess: "Angeklagter hat Gott gespielt"

Heiße Phase im Göttinger Transplantations­prozess: Die Staatsanwaltschaft fordert für den angeklagten Chirurgen eine Haftstrafe von acht Jahren. In ihrem mehrstündigen Plädoyer hat sie schwere Vorwürfe gegen den 47-Jährigen erhoben. mehr »

Vertragsärzte und Pflegeheime: Pflicht zur engeren Zusammenarbeit geplant

Der demografische Wandel bringt es mit sich. Immer mehr Pflegebedürftige brauchen ärztlichen Beistand. Die Regierung versucht, Hilfen per Gesetz zu organisieren. mehr »