Ärzte Zeitung, 15.06.2004

FUNDSACHE

Tut gar nicht weh: die Hose aus Brennesseln

Allein die Vorstellung läßt einem rote Pusteln auf der Haut wachsen: Und doch schwört Textilforscher Kai Nebel beim Kleiderkauf auf Brennessel-Fasern.

Hemd, Pulli oder Hose aus Brennessel-Fasern trügen sich angenehm, leicht und weich wie Seide, so Nebel. Seien die verwendeten Bastfasern doch im Stengel der Pflanze und nicht in den Blättern, wo die fiesen Härchen sitzen, an denen man sich im Sommer so oft "verbrennt".

Am Institut für angewandte Forschung der Fachhochschule Reutlingen untersucht Kai Nebel die Eigenschaften der Brennessel-Fasern als Rohstoff. Sie seien anspruchslos, kämen im Gegensatz zur Baumwolle meist ohne chemischen Pflanzenschutz aus und seien ob ihrer abschreckenden Wirkung reichlich vorhanden.

Am ergiebigsten ist eine bis zu drei Meter hohe Sonderform der Brennessel, die Fasernessel. Diese ist bereits nach dem Zweiten Weltkrieg mangels Baumwolle als Rohstofflieferant gezüchtet worden. (Smi)

|
Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3190)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Top-Meldungen

Die neuen Abrechnungsziffern im Überblick

Die ambulante Versorgung von Patienten in Alten- und Pflegeheimen wird aufgewertet. Ab Juli gibt es Zuschläge für Betreuung, Behandlungs-Koordination und Besuche durch Praxis-Assistenten. mehr »

Hecken verrät erste Neuerungen

Die Bedarfsplanung soll und wird sich ändern - doch nicht so schnell wie vom Gesetzgeber vorgesehen. Das hat GBA-Chef Hecken angekündigt. Mit der "Ärzte Zeitung" sprach er über geplante Neuerungen. mehr »

ARMIN startet elektronisches Medikationsmanagement

Ärzte und Apotheker managen gemeinsam die Medikation von Patienten: Das ist die Idee der Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen (ARMIN). Nun ist die Testphase beendet - ab Freitag startet ARMIN durch. mehr »