Ärzte Zeitung, 11.10.2004

FUNDSACHE

Das Nervige an Handy-Gesprächen

"Hallo! Ich sitze gerade im Zug..." Telefongespräche am Handy mithören zu müssen, ist nervig. Besonders ärgerlich ist, daß bei diesen Telefonaten meist lauter gesprochen wird, als bei einem direkten Gespräch üblich ist.

Noch unangenehmer aber ist, daß man immer nur eine Seite des Gesprächs hört. Das nämlich zwingt Zuhörer automatisch dazu, die andere Seite des Telefongesprächs zu ergänzen, um die Konversation zu verstehen. Man hört also zu - und kann nichts dagegen tun. Das hat der englische Psychologe Andrew Monk von der Universität York in einer Studie herausgefunden, wie "Nature" online berichtet.

Nichts ahnende Zugpassagiere waren Versuchskaninchen. Mitarbeiter führten Gespräche im Zug - am Handy oder von Angesicht zu Angesicht, wobei in einer Variante nur einer zu verstehen war. Die Befragung der Passagiere ergab, daß es jeweils die einseitige Kommunikation war, die mehr Aufmerksamkeit gefordert und so mehr gestört hat. (ug)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »