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Umweltfreundlich unter die Erde

SAN FRANCISCO (dpa). Auf dem ersten "Biofriedhof" der Welt in Kalifornien wird es weder Grabsteine, Metallsärge noch Blumengestecke geben. Auch Einbalsamierungsöle und Pflanzenschutzmittel sind tabu. Die für Friedhöfe gebräuchliche Bezeichnung "Cemetery" wird durch "Memorial Nature Preserve", etwa "Natur-Gedenkstätte", ersetzt.

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Nach dem Motto "Zurück zur Natur" wollen drei Geschäftsleute in einer Hügellandschaft nördlich von San Francisco den ersten Biofriedhof gründen. "In diesem Naturpark wollen wir außer Bestattungen auch Hochzeiten, Taufen, Lesungen und Spazier-Treffs organisieren", meint Unternehmer Joe Sehee. Die ersten Begräbnisse sind für den Spätherbst geplant.

Zusammen mit einem Friedhofsbetreiber aus Hollywood und einem Umweltaktivisten aus South Carolina hat Sehee einen alten Friedhof im Bezirk Marin, einer Hochburg für Esoteriker, Großverdiener und Naturliebhaber, gekauft.

Sehee deutet auf ein 16 Hektar große Busch- und Waldgebiet neben teuren Villensiedlungen, das durch die Friedhofsnutzung als "Naturlandschaft" vor einer möglichen Bebauung geschützt werden soll. "Wir verstehen uns als Naturschützer", erklärt Sehee.

Nach den Plänen der Betreiber werden die Angehörigen beim Schaufeln der Grabstellen, beim Versenken der Holzsärge oder beim Verstreuen der Asche mithelfen. Kleine Plaketten an Büschen oder Bäumen werden auf die Grabstellen verweisen. Mit satellitengesteuerten Suchgeräten sollen sich die Besucher in dem Netz von Wanderwegen zurechtfinden. Denn schließlich wachsen Biogräber zu und sind nach kurzer Zeit nicht mehr als Grabstätten erkennbar.

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