Ärzte Zeitung, 20.10.2005

FUNDSACHE

Das genetische Erbe August des Starken

Kurfürst Friedrich August I., besser bekannt als "August der Starke", ist der Stolz aller Sachsen. Zwinger, Sempergalerie, Frauenkirche und viele andere Bauwerke gehen auf ihn zurück.

Doch nicht sein kulturelles, sondern sein genetisches Erbe steht seit der 29. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie im Blickpunkt. Diskutiert wird nämlich, ob der potente Kurfürst, der Hunderte von Kindern gezeugt haben soll, an der Häufung des Metabolischen Syndroms in Sachsen schuld sein kann.

August der Starke (1670 bis 1733) war, so die Überlieferung, auch stark übergewichtig. Heute vermutet man, daß er unter hohem Blutdruck, Diabetes und vielleicht auch einer Fettstoffwechselstörung litt. Im Raum Dresden soll er bis zu 50 Familienlinien begründet haben.

Damit, so die These, könne erklärt werden, warum die Sachsen deutschlandweit das höchste Körpergewicht aufweisen und warum im Freistaat so viele Menschen an Diabetes leiden. (Smi)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)
Krankheiten
Diabetes mellitus (8523)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »