Ärzte Zeitung, 10.02.2006

Briefbeschwerer aus der Asche von Verstorbenen

In Großbritannien lassen sich die sterblichen Überreste von Angehörigen nach der Verbrennung im Krematorium jetzt zu Vasen oder Briefbeschwerern machen.

Die Engländerin Wendy Redmore hat sich nach einem Bericht der Tageszeitung "Daily Mail" ein Patent darauf gesichert, die Asche von Verstorbenen in gläserne Souvenirs einbrennen zu lassen. Die ungewöhnlichen Andenken sollen zu Preisen von umgerechnet 320 Euro aufwärts verkauft werden.

Die Idee kam Redmore nach dem Tod ihrer 83jährigen Mutter. Nach der Verbrennung erhielt sie deren Asche in einem grünen Plastikbehälter. Mit Hilfe eines Glasbläsers ließ sie daraus drei Vasen machen, in die nun schwarze Punkte eingesprenkelt sind.

"Anstelle eines schrecklichen Plastikpottes haben wir nun etwas Geschmackvolles", sagte die 51jährige. In Zusammenarbeit mit einer großen Glasbläserei soll die Idee nun vermarktet werden. (dpa)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »