Ärzte Zeitung, 10.02.2006

FUNDSACHE

Bei Keksen kommt’s auf den Klang an

Bei Keksen ißt nicht nur das Auge, sondern auch der Tastsinn mit: Nach den Ergebnissen britischer Wissenschaftler erzeugt der kräftige Biß in ein Plätzchen nämlich mehrere starke Ultraschallstöße, die dann über Tastsensoren im Mund registriert und ausgewertet werden.

Die dabei erhaltene Information über die Konsistenz des Gebäcks trägt maßgeblich zum Geschmacksempfinden bei, glaubt das Team um den Nahrungsmittelphysiker Malcolm Povey von der Universität von Leeds. Eine Analyse der Ultraschallpulse könnte nach Ansicht der Forscher Bäckern und Konditoren helfen, einen Keks mit dem optimalen Biß zu entwickeln.

Die Forscher hatten sechs verschiedene Kekssorten unter kontrollierten Bedingungen zerbrochen und das ausgesandte Schallprofil genau aufgezeichnet, berichtet die Universität. Zwar kann der Mensch diese Frequenzen nicht im eigentlichen Sinne hören, sie aktivieren jedoch den Tastsinn im Mund. (ddp.vwd)

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