Ärzte Zeitung, 23.02.2006

FUNDSACHE

Energie aus Hundekot

Findige Stromversorger in San Francisco sind auf den Hund gekommen. Die Westküstenmetropole will als erste amerikanische Stadt "Poop Power" - Energie aus Hundehaufen - testen.

Dazu würden in einem beliebten Hundepark in den nächsten Monaten biologisch abbaubare Tüten verteilt, um den Kot der Vierbeiner einzusammeln, berichtete der "San Francisco Chronicle" gestern.

Die Häufchen werden dann in Bio-Konvertern von Bakterien in Methangas umgewandelt. "Man könnte daraus Elektrizität, Naturgas und sogar Treibstoff herstellen", meint Robert Reed, Sprecher der städtischen Müllverwertung. Tierische Rohstoffe gibt es in San Francisco reichlich.

Haustierkot macht etwa vier Prozent des anfallenden Mülls aus, fast so viel wie Babywindeln. "Amerikanische Hunde und Katzen produzieren im Jahr zehn Millionen Tonnen Abfall und niemand weiß, wo es hingeht", so der Abfall-Experte Will Brinton. Das sei wirklich ein Albtraum. (dpa)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »