Ärzte Zeitung, 09.05.2006

FUNDSACHE

Ein Kuß gegen Heuschnupfen

Zur Zeit ist Hochsaison für Heuschnupfen: Die Nase läuft, die Augen tränen, die Luft bleibt weg. Diesen Menschen kann geholfen werden, und zwar auf sehr angenehme Weise: Ein 30 Minuten langer, leidenschaftlicher Kuß, und schon geht es Heuschnupfen-Patienten besser.

Japanische Forscher vom Satou Hospital hätten gezeigt, daß durch den Kuß die Produktion von Allergen-Antikörpern und damit Botenstoffen wie Histamin reduziert wird, berichtet die britische Agentur Ananova. 24 Männer und Frauen, allesamt Heuschnupfen-Patienten, haben 30 Minuten lang zu sanfter Musik ihre Partner geküßt.

Hinterher wurde ihnen Blut abgenommen - und siehe da, es gab einen signifikanten Abfall an Antikörpern. Bei einem zweiten Experiment durfte nicht geküßt, sondern nur geschmust werden - das aber hatte keinen Effekt. Es kommt also auf den Kuß an. Der funktioniert offenbar auch bei Patienten mit atopischer Dermatitis. (ug)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »