Ärzte Zeitung, 26.06.2006

FUNDSACHE

Fäkalien des eigenen Babys stinken nicht

Vor den Ausscheidungen ihrer eigenen Babys ekeln sich Mütter weit weniger als vor den vollen Windeln fremder Kinder - selbst wenn sie gar nicht wissen, von wem die Hinterlassenschaft stammt. Das haben Betty Repacholi von der US-Universität Washington in Seattle und Trevor Case von der Macquarie Universität in Sydney, Australien, in einer evolutionsbiologischen Studie entdeckt.

Die Forscher ließen 13 Mütter an den Fäkalien des eigenen und jenen fremder Babys schnuppern. Danach mußten die Frauen in einem Fragebogen bewerten, ob der Geruch ausgeprägt war, ob sie Übelkeit empfanden oder angeekelt waren.

Durchweg empfanden die Probanden den Geruch der Hinterlassenschaften ihres eigenen Kindes weniger abstoßend, selbst wenn die Beschriftungen der Proben falsch oder nicht vorhanden waren. Die Wissenschaftler vermuten, daß Mütter unbewußt die Verwandschaft "erriechen" oder einfach nur an den Geruch der Fäkalien ihres Babys gewöhnt sind. (Smi)

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