Ärzte Zeitung, 12.09.2006

FUNDSACHE

Der Blick ins Leere schärft das Denken

"Sieh mich an, wenn ich mit dir rede!" Solche Sätze sollten Lehrer sich besser abgewöhnen. Denn wer beim Lösen von Aufgaben in ein Gesicht schaut, kann sich schlecht konzentrieren.

Ins Leere zu starren dagegen stärkt das Denkvermögen. Das haben britische Forscher in einer Studie an 30 Probanden nachgewiesen. Vor allem die emotionalen Informationen in Gesichtern lenkten die Aufmerksamkeit ab, erklären die Forscher um Gwyneth Doherty-Sneddon von der Uni in Sterling, wie "Nature" online berichtet.

Die Probanden lösten mathematische Aufgaben. Sich vom Blick des Fragenden abzuwenden erhöhte ihre Fähigkeit, die Aufgaben richtig zu lösen, erheblich, als wenn sie das Gegenüber anschauten. Lehrer müßten Schüler also eher dazu auffordern, den Blick ins Leere schweifen zu lassen, wenn sie nachdenken sollen. Doherty-Sneddon: "Wenn meine Kinder mich anstarren, weiß ich, daß sie sich gerade nicht konzentrieren." (ddp.vwd)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen von Tag 1 und 2 des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

"Digitalisierung lässt sich nicht klein hoffen"

Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten, die Ärzte sollten sich daher aktiv daran beteiligen, appellierte der Blogger Sascha Lobo auf dem Ärztetag. mehr »