Ärzte Zeitung, 13.11.2006

FUNDSACHE

Ein Notruf - aus dem Krankenhaus

Die rumänischen Rettungssanitäter staunten nicht schlecht: Der Notruf kam direkt aus einem Krankenhaus! Stefan Ososchi, der an einer unheilbaren Krankheit leidet, bekam im Krankenhaus der Stadt Botosani eine Infusion. Doch als die Infusion abgelaufen war, sei niemand gekommen, um die Nadel herauszuziehen, berichtet die britische Agentur Ananova.

"Es dauerte fast eine Stunde, und niemand kam", erzählte der 80jährige. "Ich hatte schreckliche Schmerzen und versuchte, die Nadel selbst herauszuziehen, doch das gelang mir nicht. Ich schrie um Hilfe - auch umsonst." Dann nahm er sein Handy, wählte die Notruf-Nummer und bat die Rettungssanitäter um Hilfe.

"Ich dachte erst, es handelt sich um einen dummen Witz", sagte Dorina Andromache von dem Rettungsdienst. "Aber dann stellte sich heraus, daß es diesem Patienten wirklich sehr schlecht ging." Den beiden diensthabenden Krankenschwestern drohen nun Disziplinarstrafen. (ug)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3194)
Krankheiten
Schmerzen (4227)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »