Ärzte Zeitung, 26.01.2007

FUNDSACHE

Krähen küssen sich nach einem Streit

Wenn Krähen sich mit Artgenossen bitter um Nistplätze oder Futter gestritten haben, suchen sie anschließend Trost bei ihren Lebenspartnern.

Dabei berühren sich die überwiegend monogam lebenden Vögel mit ihren Schnäbeln, als würden sie sich küssen, haben britische Forscher um Nathan Emery von der Universität von Cambridge beobachtet.

Mit diesem Verhalten senken die Vögel ihren Stresspegel nach einem Streit. Außerdem könnte dieses vertraute Techtelmechtel die Paarbeziehung stärken, vermuten die Forscher ("Current Biology" 17, 2007, 152).

Die Forscher beobachteten zehn in Gefangenschaft lebende Krähen - vier Pärchen und zwei Singles - mit einer Videokamera. Dabei fanden sie heraus, dass sich die Lebenspartner untereinander nie stritten. Bei Konflikten mit anderen Krähen kamen die Kombattanten innerhalb von zwei Minuten zu ihrem Partner zurück, um im Ritual des Schnabelküssens Trost zu suchen. (ddp)

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