Ärzte Zeitung, 12.03.2007

FUNDSACHE

"Ich weiß, was ich nicht weiß"

Ratten können ihre eigenen Fähigkeiten beurteilen und weichen schwer erscheinenden Aufgaben aus. Eine solche Fähigkeit zur Selbsteinschätzung sei bislang nur von Primaten bekannt gewesen, berichten US-Forscher in einer Online-Veröffentlichung des Journal "Current Biology".

Die Psychologen Allison Foote und Jonathon Crystal von der Universität von Georgia in Athens hatten zunächst acht Ratten darauf trainiert, zwei Töne zu unterscheiden: einen eher kurzen und einen eher längeren. Nach der Übungsphase waren die Tiere in der Lage, je nach Ton einen von zwei Knöpfen anzustupsen. Bei einer korrekten Antwort gab es Futter, bei einer falschen nichts.

Bei klar unterscheidbaren Tönen wählten die Ratten in späteren Versuchsreihen den großen Futterberg. Anders war das bei fast gleich langen Tönen. Hier war die Unsicherheit größer und die Tiere entschieden sich lieber für die kleine, aber dafür sichere Futterportion. (dpa)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »