Ärzte Zeitung, 20.03.2007

FUNDSACHE

Verschwitzt im Flieger

Penetranter Schweißgeruch im Flieger - das kann für Passagiere künftig Folgen haben. Fluggesellschaften können ihnen die Geruchsbelästigung als Vertragsverletzung und Leistungshindernis anlasten.

Die Folge: Passagiere, die unangenehm riechen, können von Bord geschickt werden, wenn "die von ihnen ausgehende Geruchsbelästigung für die anderen Passagiere nicht mehr zumutbar ist", urteilte jetzt das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf.

Danach muss allerdings die Fluggesellschaft soweit möglich schon beim Einchecken den Fluggast auf den Geruch hinweisen, um ihm "Gelegenheit zu geben, diesem Beförderungshindernis abzuhelfen", etwa mit einem frischen Hemd aus dem Koffer.

Im konkreten Fall hatte British Airways dies versäumt und den verschwitzten Fluggast erst kurz vor dem Start aus dem Flugzeug geschickt. Deshalb muss sie ihm nun zumindest die Übernachtungskosten ersetzen, urteilte das Oberlandesgericht. (mwo)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3194)
Organisationen
British Airways (20)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »