Ärzte Zeitung, 01.08.2007

FUNDSACHE

Aufblühende Großmütter

Je älter eine Frau wird, desto mehr Enkel bekommt sie. Diesen Zusammenhang haben Wissenschaftler der Universität Sheffield in einer Studie belegt.

Dr. Virpi Lummaa und Dr. Andrew Russell untersuchten mit Hilfe finnischer Kollegen von der Uni in Turku Aufzeichnungen der finnischen Kirche zwischen 1719 und 1839. Dabei konnten sie die Unterlagen von 361 Personen, deren 2227 Kinder und 4683 Enkelkinder einsehen, wie der britische Sender BBC berichtet.

Sie fanden heraus, dass die Großmütter im Gegensatz zu den Großvätern einen großen Einfluss auf den Fortpflanzungserfolg ihrer Kinder hatten. Statistisch gesehen bekamen Großmütter alle zehn Jahre nach ihrer Menopause zwei Enkelkinder. Wie alt die Großväter wurden, hatte keinen Effekt auf die Zahl der Nachkommen. Lummaa erklärt das Phänomen damit, dass Großmütter aufblühen, wenn sie für ihre Kinder und Kindeskinder sorgen können. (Smi)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3194)
Organisationen
BBC (411)
Krankheiten
Menopause (511)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »