Ärzte Zeitung, 06.11.2007

FUNDSACHE

60 Euro Strafe für Befreiungsaktion

Wer hilft, muss am Ende blechen, musste ein Belgier erfahren. Nachdem er eine alte Frau befreit hatte, die in einer Zugtür feststeckte, wurde er mit einer Geldbuße von 60 Euro belegt. Daniel Dewulf aus Ostende hörte den Pfiff des Schaffners in dem Moment, da er die Frau bemerkte, die hinter ihm in den Zug sprang. Doch die Türen schlossen bereits, so dass der späte Fahrgast eingeklemmt wurde, wie die Online-Agentur Ananova berichtet.

Geistesgegenwärtig zog Dewulf die Tür wieder auf und half der alten Dame herein. "Sie dankte mir überschwänglich", berichtet der Retter, "aber der Schaffner drückte mir eine Buße aufs Auge und sagte, mein Handeln erhöhe die Wahrscheinlichkeit einer Verspätung des Zugs." Nach seinem Protest entschuldigte sich die belgische Bahn bei Dewulf. Ein Sprecher sagte: "Wir hätten die Frau bestrafen müssen, da sie erst nach dem Pfiff auf den Zug aufsprang." (Smi)

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