Ärzte Zeitung, 17.12.2007

FUNDSACHE

Angst vor Katzen ist Mäusen angeboren

Japanische Wissenschaftler haben eine Maus genetisch so modifiziert, dass sie keine Angst mehr vor Katzen hat. Damit erbrachten die Forscher der Universität von Tokio den Nachweis, dass die Angst der Mäuse vor Katzen nicht wie vielfach angenommen erlernt, sondern bereits angeboren ist.

Professor Ko Kobayakawa, Ordinarius für Biophysik und Biochemie an der renommierten Universität von Tokio, und seine Fakultätskollegen schalteten im Hirn einer Maus einen spezifischen Rezeptor aus, der auf den Geruch von Katzen reagiert.

"Mäuse sind so konditioniert, dass sie Angst empfinden, wenn sie einen Feind riechen", erläuterte Kobayakawa einem Bericht der britischen Online-Agentur Ananova zufolge. "Wenn man den entsprechenden Rezeptor im Gehirn der Maus ausschaltet und diese den Geruch des Räubers nicht mehr wahrnehmen kann, dann verliert sie damit jegliche Angst vor Katzen." (Smi)

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