Ärzte Zeitung, 17.01.2008

FUNDSACHE

Gatten-Weitwurf festigt die Liebe

In Deutschland sägen Braut und Bräutigam bisweilen gemeinsam einen Baumstamm durch, um sich so zu versichern, dass ihnen des Glückes Schmied hold sei. In Matsunoyama dagegen müssen sich Ehemänner ihr Eheglück im freien Fall verdienen.

Wie es der mehr als 300 Jahre alte Brauch in dem kleinen Städtchen in der nordjapanischen Provinz Niigata verlangt, müssen die Schwiegereltern den Bräutigam - nur auswärtige Schwiegersöhne kommen für die Zeremonie in Frage - einen fünf Meter hohen Hügel hinabwerfen. Unten warten die einheimischen Gattinnen und empfangen ihre Männer.

Immerhin zwei Männer warfen die Bewohner laut einem Bericht der Zeitung "Mainichi Shinbum" dieses Jahr in die Schneemassen. Da die Mukonage (Bräutigam-Weitwerfen) genannte Zeremonie traditionsgemäß zum ersten Neujahr nach der Hochzeit abgehalten wird, beugt der weiche Schnee einer harten Landung der Neu-Gatten vor. (maw)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3194)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »