Ärzte Zeitung, 17.01.2008

FUNDSACHE

Gatten-Weitwurf festigt die Liebe

In Deutschland sägen Braut und Bräutigam bisweilen gemeinsam einen Baumstamm durch, um sich so zu versichern, dass ihnen des Glückes Schmied hold sei. In Matsunoyama dagegen müssen sich Ehemänner ihr Eheglück im freien Fall verdienen.

Wie es der mehr als 300 Jahre alte Brauch in dem kleinen Städtchen in der nordjapanischen Provinz Niigata verlangt, müssen die Schwiegereltern den Bräutigam - nur auswärtige Schwiegersöhne kommen für die Zeremonie in Frage - einen fünf Meter hohen Hügel hinabwerfen. Unten warten die einheimischen Gattinnen und empfangen ihre Männer.

Immerhin zwei Männer warfen die Bewohner laut einem Bericht der Zeitung "Mainichi Shinbum" dieses Jahr in die Schneemassen. Da die Mukonage (Bräutigam-Weitwerfen) genannte Zeremonie traditionsgemäß zum ersten Neujahr nach der Hochzeit abgehalten wird, beugt der weiche Schnee einer harten Landung der Neu-Gatten vor. (maw)

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