Freitag, 19. März 2010
Ärzte Zeitung, 01.02.2010

Fundsache

Web 2.0 - das kann mich mal

Wie stirbt man den virtuellen Tod? Künstler aus Rotterdam haben sich dazu Gedanken gemacht und eine Lösung entwickelt: Man loggt auf suicidemachine.org ein und kann sich nach Eingabe des jeweiligen Passwortes mit ein paar Klicks aus so genannten sozialen Netzwerken wie Twitter oder Myspace verabschieden und damit den "Suizid im Web.2" vollziehen, wie es auf der Hompepage heißt.

Das Angebot richtet sich an all jene, die mal wieder ihre richtigen Nachbarn und Freunde treffen wollen - und sich mit einer dem Web 2.0 entsprechenden Würde von ihren virtuellen Freunden verabschieden möchten. Wer will, kann dazu noch ein paar "letzte Worte" hinterlassen, die auf einem digitalen Friedhof nachzulesen sind. Ein paar Hundert haben es bereits getan. Die letzten Botschaften an die Netzwerke ähneln sich: "Es hat sich ausgezwitschert" ist häufig zu lesen. (ine)

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