Ärzte Zeitung, 09.03.2010

Fundsache

Brustimplantat wehrt Kugeln ab

In den USA hat eine Zahnarzthelferin dank ihrer Brustimplantate eine Schussverletzung überlebt. Lydia Carranza arbeitete wie an jedem Tag im Büro eines Zahnarztes in Beverly Hills (Kalifornien), als ein Amokläufer die Praxis betrat und das Feuer eröffnete. Eine Kugel traf sie in die linke Brust.

Ihr Implantat der Größe D bremste die Kugel und verhinderte so, dass sie ins Herz drang. "Sie hat einfach Glück gehabt", sagte der behandelnde Chirurg Dr. Ashkan Ghavami. "Die Fragmente der Kugel waren nur Millimeter von ihrem Herzen entfernt. Hätte sie kein Implantat gehabt, wäre sie heute womöglich nicht mehr am Leben."

Als sie die Kugel traf, habe es sich im Bereich ihrer Brust nass angefühlt, sagte Lydia Carranza der "Los Angeles Times". "Ich dachte, ich werde sterben." Der Amokschütze hatte es auf seine Frau abgesehen, die ebenfalls in der Praxis arbeitete. (Smi)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)
Organisationen
Los Angeles Times (84)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »