Ärzte Zeitung, 01.04.2010

Fundsache

Selten, aber aktuell: Jerusalem-Syndrom

"In Jerusalem liegt etwas in der Luft. Die Stadt ist gesättigt von Heiligkeit und geschwängert mit Bedeutung. Überall gibt es Zeichen der Gegenwart Gottes", sagt Pesach Lichtenberg. Der Chef der Psychiatrie des Herzog-Krankenhauses erlebt immer wieder, dass Besucher der Stadt den Verstand verlieren. Bei diesem "Jerusalem-Syndrom" handele es sich um eine psychische Störung, die mit Erlösungsfantasien einhergehe. Lichtenberg erinnert sich auch an ganz normale Touristen, die sich plötzlich für biblische Figuren hielten.

Sogar eine Folge der "Simpsons", die in den USA jetzt ausgestrahlt wurde, widmete sich der Erkrankung. Die Sippe macht sich auf eine Bibel-Reise nach Israel. Dort verfällt Familien-Oberhaupt Homer dem Wahn und hält sich für den Messias. Glücklichweise ist die Krankheit selten, die Therapie einfach. Man muss die Leute nur aus der Stadt schaffen. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »