Ärzte Zeitung, 23.08.2010

Fundsache

Auto-Hasser über den Tod hinaus

Sein Protest soll fortleben - auch nach seinem Tod. So will es Tony Fuller aus dem Örtchen Chideock in der Grafschaft Dorset im Südwesten Englands. Der 77-Jährige hat regionale Bekanntheit erreicht durch seinen Protest gegen den Durchgangsverkehr der viel befahrenen A35. Fuller stoppt regelmäßig den Autoverkehr mit Hilfe einer Fußgängerampel. Die Luftverschmutzung, beschwert sich der Pensionär, werde ihn schneller umbringen als seine Diabetes- und Prostata-Erkrankung.

Kürzlich hat Fuller sein Testament geändert, damit die bei Autofahrern verhassten künstlichen Staus auch nach seinem Tod weitergehen. Sein Sarg soll einmal jährlich von Pferden gezogen und von Protestbannern geschmückt, auf der Hauptstraße rauf und runter gefahren werden. Er hoffe, zitiert ihn der "Daily Telegraph", dass diese Zeremonie möglichst lange den Verkehr aufhält. (fst)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)
Krankheiten
Diabetes mellitus (8523)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »