Ärzte Zeitung, 09.11.2010

Fundsache

Besoffen im Auto? I wo: Schlafwandel!

Mit zwei Promille Alkohol im Blut steuerte ein Schwede seinen Wagen in einen Graben. Belangt wurde er nicht, weil vor Gericht nicht ausgeschlossen werden konnte, dass er schlafwandlerisch ins Auto stieg.

Wie die schwedische Online-Agentur "The Local" berichtet, erwachte der 51-Jährige eines späten Abends am Lenkrad seines Autos, das in Karlskrona in einen Straßengraben gerutscht war. Er habe Nachthemd, Trainingshose und Hausschuhe getragen, hieß es.

Den Polizeibeamten erzählte er, dass er sich Schnupftabak kaufen wollte. Da er die zulässige Alkoholgrenze um das Zehnfache überschritten hatte, musste sich der Mann vor Gericht verantworten.

Bei der Verhandlung gab sein Arzt zu Protokoll, dass sein Patient nach Einnahme bestimmter Tabletten zu unbewussten Handlungen neige, die denen eines Schlafwandlers glichen. Der Richter entschied in dubio pro reo. (Smi)

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