Ärzte Zeitung, 10.02.2011

Fundsache

Huckepack zum Rettungseinsatz

Auf solche Helfer möchte man im Notfall nicht angewiesen sein! Während des Hochwassers Mitte Januar rettete ein Feuerwehrmann eine Frau aus der Sieg und brachte sie an Land. Ein Hubschrauber sollte die Unterkühlte abtransportieren.

Dann machten aber zwei Rettungssanitäter des Malteser Hilfsdienstes Probleme: Sie hätten durch knöcheltiefes Wasser waten müssen, um zu der Patientin zu gelangen. Da sie Angst vor nassen Füßen hatten, mussten Feuerwehrmänner die Retter huckepack zu ihrem Einsatzort tragen.

Der Malteser Landesverband verteidigt seine Mitarbeiter, berichtet der "General Anzeiger". Für den Einsatz in dem 2,5 Grad kalten Wasser mit hoher Fließgeschwindigkeit seien sie nicht ausgerüstet gewesen.

Das beste Argument: Das Verhalten habe dem Steuerzahler Kosten erspart, denn die Malteser mit nassen Füßen hätten schließlich abgelöst werden müssen. (iss)

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