Ärzte Zeitung, 20.10.2011

Fundsache

Die Maße für den perfekten Busen

Der perfekte Busen lässt sich mathematisch berechnen, behauptet ein englischer Schönheitschirurg und präsentiert nach Betrachtung Hunderter Covergirls eine Formel, die es in sich hat. Dr. Patrick Mallucci vom University College Hospital in London spürt schon seit Jahren dem Geheimnis vollendeter Weiblichkeit nach.

Im Mittelpunkt seiner jüngsten Forschung standen die Seite-3-Mädchen der Boulevard-Zeitung "The Sun", die er drei Monate lang studierte. Jetzt rückte er heraus mit der ultimativen Formel für perfekte Brüste: Zieht man eine horizontale Linie zwischen den Brustwarzen, so sollten 45 Prozent der Brustmasse darüber und 55 Prozent darunter liegen.

Die Mamille selbst muss in einem Winkel von 20 Grad nach oben stehen. Schließlich sollte der Busen oberhalb der Warze flach, nach unten hin kurvig geformt sein. Seine Erkenntnisse will Mallucci nun beruflich nutzen. (Smi)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)
[20.10.2011, 14:14:17]
Dr. Horst Grünwoldt 
Perfekte Brüste?
Das Symbol der Weiblichkeit mag wohl in der bildenden Kunst idealisiert werden, stellt sich aber in der Natur in einer kurvigen Vielfalt ohne gleichen dar. Das macht den Busen und seine individuelle Präsentation augenscheinlich für infantile Anglo-Amerikaner zum besonderen Objekt der (sexuellen) Begierde.
Kleine Jungs sind meistens ja auch Busen-Fetischisten, bis sie dann erwachsen geworden, noch andere Reize am weiblichen Geschlecht entdecken.
Der "Schöheits"-Chirurg P. Malucci hat nunmehr sogar die "perfekte" weibliche Brust "mathematisch" herausgefunden!
Ob sie sich außer an einer starren Modepuppe oder Skulptur nach den schnell vergangenen Jugendjahren im lebenden (plastischen) Gewebe dauerhaft verwirklichen läßt, bleibt doch eher unwahrscheinlich.
Schließlich unterliegt die Mamma (Milchdrüse) im Laufe der menschlichen Reifezeit doch einigen funktionellen und morphologischen Veränderungen.

Jedenfalls sollten nach m.E. die Kollegen des Herrn Malucci sich auf die Einzelfälle von plastischer Wiederherstellungs-Chirurgie beschränken, zum Beispiel bei der Notwendigkeit einer einseitigen Brustamputation das fehlende -ursprünglich paarige Organ- eventuell perfekt zu modellieren.
Als Ästhet würde ich niemals meiner Partnerin zur Silikon-Implantation raten; schon weil ich ihr nicht zumuten kann, das Dauergefühl eines eingewachsenen Wasserkissens am Thorax zu er-tragen.
Da bieten sich doch unseren Frauen heute wunderbare Möglichkeiten, den idealen "wonderbra" sich für optische Signale oder Reize zuzulegen.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt aus Rostock  zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »