Ärzte Zeitung, 30.11.2011

Fundsache

Fluchen hilft, doch die Dosis macht's!

Schmerz, lass' nach, verflucht nochmal - das funktioniert tatsächlich. Nur übertreiben sollte man es nicht, wie britische Forscher belegt haben.

In ihrer Studie mussten 71 Probanden ihre Hände in verflucht kaltes Wasser (5 °C) tauchen (J Pain 2011; online 14. November).

Jene, die dabei wiederholt Flüche ausstoßen durften, konnten ihre Hände im Vergleich besonders lange darin belassen. Zudem erhöhte das Fluchen die Herzfrequenz. Die Probanden gaben auch darüber Auskunft, wie oft sie im sonstigen Leben fluchten.

Zu beobachten war ein fluchbezogener Effekt, den man als Toleranzentwicklung bezeichnen würde.

Je häufiger die Teilnehmer täglich fluchten, desto weniger half ihnen das Fluchen gegen den kälteverursachten Schmerz: Bei 60 Flüchen täglich (ein Fluch alle 24 Minuten, Schlafzeiten nicht gerechnet) war der Schmerzvorteil im Eisbad dahingeschmolzen. (rb)

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