Ärzte Zeitung, 10.02.2012

TIPP DES TAGES

Keine Schweigepflicht bei Gefahr für Dritte

Gelegentlich wird bei einem älteren Patienten festgestellt, dass er wegen gesundheitlicher Defizite nicht mehr fahrtauglich ist. Zum Schutz der Allgemeinheit müssen Ärzte den Betroffenen über die fehlende Eignung und die Konsequenzen aufklären, betont Claudia Helmreich vom Institut für Rechtsmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München (MMW 2011; 48: 43).

Gespräche hierüber sollten umfassend dokumentiert werden. Ist ein Patient dabei chronisch uneinsichtig, dann könne als ultima ratio trotz ärztlicher Schweigepflicht eine Meldung bei der Fahrerlaubnisbehörde, auch gegen den Willen des Patienten, angezeigt sein, so Helmreich.

Gerechtfertigt ist die Meldung durch die Anwendung des § 34 StGB (rechtfertigender Notstand).

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)
Organisationen
LMU München (345)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »