Ärzte Zeitung, 28.02.2012

Fundsache

Minister empfiehlt App statt Doc

Der britische Gesundheitsminister Andrew Lansley hat Hausärzte aufgefordert, Patienten statt Medikamenten "öfter Smartphone Apps zu empfehlen". Das Motto: "Weniger Sprechstunden, mehr Smart Apps!"

Das Gesundheitsministerium veröffentlichte kürzlich eine Liste mit rund 500 Apps, die Patienten nutzen sollten. Sie geben Tipps für den Umgang mit unterschiedlichsten Krankheiten: Diabetes, Fußpilz, Bluthochdruck, Stimmungsschwankungen, um nur einige zu nennen.

Lansley: "Viele Patienten benutzen ihre Smartphone Apps, um sich über Zugfahrpläne oder Öffnungszeiten zu informieren. Es ist höchste Zeit, dass sich unsere Hausärzte die neue Technologie zu nutze machen."

Lansley ist für seinen Spareifer bekannt. Und so wies er daraufhin, dass "viele Apps umsonst" erhältlich seien, während die Rezeptgebühr bei zehn Euro pro Verschreibung liege. (ast)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromissvorschlag wieder zurückgezogen

Kaum verkündet, ist der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Die genauen Gründe sind unklar. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »