Ärzte Zeitung, 02.03.2012

Fundsache

Bezirzende fossile Heuschrecken

Was klingt wie eine Mischung aus quietschender Türangel und metallischem Hämmern ist der Minnesang der Laubheuschrecke Archaboilus musicus, die vor 165 Millionen Jahren lebte.

Ein internationales Forscherteam um Jun-Jie Gu und Dong Ren von der Capital Normal University in Peking hat den Gesang anhand des Flügelbaus eines rund 165 Millionen Jahre alten Fossils rekonstruiert und die Forschungsergebnisse kürzlich in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften veröffentlicht.

Für einen Pop-Hit dürften die gleichförmigen Stakkatos, die die Männchen durch Reiben ihrer Flügel erzeugten, wohl kaum geeignet sein.

Aber sie waren offenbar anziehend genug, um die Weibchen zu betören, sonst wären die Laubheuschrecken ausgestorben. (dpa)

Kostprobe des rekonstruierten Minnesangs unter http://dpaq.de/sLF7w

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »