Auch das noch!

Fastfood-Laden sticht Klinikküche aus

In Wolverhampton gehen Klinik-Patienten lieber zum Fastfood-Laden, der im Krankenhaus untergebracht ist, als in die Klinik-eigene Kantine. Das beschert der Kette die profitabelste Filiale, und der Klinik eine frustrierte Führungsspitze.

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LONDON. Jahrzehntelange öffentliche Aufklärungskampagnen über gesunde Ernährung scheinen bei britischen Patienten bislang offenbar auf taube Ohren zu stoßen. Die Zahl der übergewichtigen und adipösen Patienten steigt unaufhaltsam weiter.

Und eine der größten Fastfood-Ketten des Königreichs meldete jetzt voller Stolz, dass die betriebsamste und profitabelste Filiale der 1700-Läden-Kette nicht etwa in einem Einkaufszentrum oder in Bahnhofsnähe ist, sondern in einem großen Krankenhaus.

Bis zu 1000 Patienten des New Cross Hospital im nordenglischen Wolverhampton gehen für ihre tägliche Verpflegung lieber zu "Greggs", so der Name der Kette, anstatt sich den Köchen des staatlichen Gesundheitsdienstes (National Health Service, NHS) anzuvertrauen.

"Sind mit unserem Latein am Ende"

Sehr zur Frustration der Klinikleitung, die bislang vergeblich versuchte, durch eine bessere Kantinenverpflegung die Patienten zu einer fettärmeren Speisenfolge mit weniger Salz und Zucker zu überreden.

"Es ist verrückt, unsere Patienten stehen lieber im Fastfood Outlet an, anstatt sich von unserer Klinikküche beköstigen zu lassen, so ein Klinksprecher. Und: "Wir sind mit unserem Latein am Ende."

Besonders wurmt die Klinikmanager, dass die Patienten ausgerechnet jene Leckereien kaufen, die besonders ungesund sind. Bestseller sind laut einem Firmensprecher unter anderem "Victoria Sponge Cake", mit Marmelade gefülltes Fettgebäck und "Spotted Dick", eine klebrige Süßspeise, die fast soviel Kalorien hat wie Schokolade. (ast)

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Kommentare
Rudolf Egeler 27.04.201519:33 Uhr

Fast Food -Anbieter im Krankenhaus

Natürlich handelt es sich hier um ein spezifisch lokales (englisches ? ) Problem: Die Ansiedlung eines solchen Anbieters dürfte in Deutschland doch kaum eine Krankenhausverwaltung zulassen. Ich hoffe allerdings nur, dass die KH-(Küchen)Verwaltung a. dem Fall die Lehren zieht und ihr Kostangebot entsprechend auf den Prüfstand stellt.

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