Ärzte Zeitung, 16.12.2010

Todesmutige Frauen, wahnsinnige Leuchtturmwärter

Todesmutige Frauen, wahnsinnige Leuchtturmwärter

Tristan da Cunha, Fangataufa, Trindade - haben Sie diese Namen jemals gehört? Es sind Inseln am Ende der Welt. Orte also, wo die Sonne ewig scheint, die Menschen glücklich sind und die Widersprüche des Lebens sich in Luft auflösen? Nix da! Die (wahren) Geschichten, die Judith Schalansky in ihrem Buch über 50 abgelegene Inseln in der Weite der Ozeane vorstellt, sind alles andere als schön: Sie handeln von strafversetzten Beamten, einsamen Sklaven und Frauen in Lebensgefahr, die einen durchgeknallten Leuchtturmwärter mit dem Hammer erschlagen. Es sind skurrile Geschichten, verpackt in einem wunderschönen Atlas, der aufwendig gestaltet und kunstvoll illustriert ist - mit Lageplänen, die die Fantasie anregen. Wo ist sie nur? Es muss sie doch geben, die Insel, auf der die Träume von Freiheit noch in Erfüllung gehen. Christoph Fuhr

Judith Schalansky: Atlas der abgelegenen Inseln. mareverlag, Hamburg, 144 Seiten, 34 Euro

Lesen Sie dazu auch:
Bücher fürs Fest: Unsere Last-Minute-Tipps

Topics
Schlagworte
Buchtipp (259)
Personen
Christoph Fuhr (363)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »