Ärzte Zeitung, 16.12.2011

Politik

Gesund, sozial, gerecht: Geht das?

Gesund, sozial, gerecht: Geht das?

Die 80 Seiten Text passen zwischen mittäglichen Festtagsbraten und das abendliche Fondue.

Die Lektüre von Stefan Husters behutsamem Plädoyer für die Priorisierung medizinischer Leistungen stoppt zuverlässig die postprandiale Somnolenz.

Deutschland kann gut mit Drei-Sterne-Restaurant und Currybude leben. In der Arztpraxis sollen jedoch alle gleich sein. So startet Husters Argumentation.

Sie mündet in die Forderung, dass nicht der Arzt die Kosten deckelt, sondern verbindliche Regeln. Das Nachdenken über Priorisierung sei nicht trotz, sondern gerade wegen der sozialen Gerechtigkeit geboten, meint Huster.

Nicht das Gesundheitswesen stelle die Gesundheitsgerechtigkeit her - eher mehr Bildung. Lesenswert. Anno Fricke

Stefan Huster: Soziale Gesundheitsgerechtigkeit. Verlag Wagenbach, Berlin, Sept. 2011. 96 Seiten, 14,90 Euro. ISBN: 9783803136398.

Topics
Schlagworte
Buchtipp (259)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »