Ärzte Zeitung, 10.05.2004

Wer nur Schweinehaxen ißt, dem wachsen keine Flügel

AOK Brandenburg will Grundschüler mit einem Theaterstück von den Vorzügen gesunder Ernährung überzeugen

Szene aus dem Stück "Henrietta in Fructonia", das Bewußtsein für gesunde Ernährung wecken soll. Foto: AOK

Von Angela Mißlbeck

Mit einem Theaterstück will die AOK Brandenburg bei Grundschulkindern das Bewußtsein für gesunde Ernährung und Bewegung fördern. Schirmherrin der Kampagne ist Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. "Henrietta in Fructonia" - so der Titel des Theaterstücks - tourt noch bis Ende Juni durch insgesamt 120 Grundschulen in 23 brandenburgischen Städten.

"Ißt du nur Pommes und Schweinehaxen, werden dir niemals Flügel wachsen", reimt der Kochlöffel Thelonius Sahneklecks Quassel. Auch vom Zauberer Banano Banani und der Möhrenwerferin Meggi Möhre lernt die meist müde und unkonzentrierte Henrietta - und mit ihr die Kinder im Publikum -, daß gesunde Ernährung und viel Bewegung wichtig sind für geistige und körperliche Fitness. Dabei sind die Schüler und Schülerinnen im Publikum nicht nur passive Zuschauer, sondern als Chor-Sänger aktiv beteiligt.

Daß die Kinder aus der Franz-Dümichen-Grundschule in Werder die Botschaft in der spielerischen Verpackung verstanden haben, zeigt das Quiz, das sich an die Theater-Uraufführung in Potsdam anschließt. Mit Leichtigkeit beantworten sie alle Fragen.

"Es hat keinen Sinn, immer wieder mit erhobenem Zeigefinger Ermahnungen auszusprechen. Wir wollen die Kinder dort abholen, wo sie stehen", sagte der Brandenburger AOK-Chef Wolfgang Niebuhr aus Anlaß der Uraufführung. Nach Angaben der AOK Brandenburg hat jedes fünfte Kind in Deutschland Übergewicht.

Das Theaterstück wird im Rahmen der Präventionskampagne ergänzt um ein Gewinnspiel, eine Henrietta-Hörspiel-CD und Begleitmaterial für Lehrer und Eltern. Die Kampagne in Brandenburg ist als Pilotprojekt angelegt und soll bundesweit weitergeführt werden.

Sie wird von einer ganzen Reihe an Kooperationspartnern unterstützt, darunter die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), der aid-infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft in Bonn, das Deutsche Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und die beiden brandenburgischen Ministerien für Bildung, Jugend und Sport sowie für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen.

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