Lipid-Störungen bei Kindern nehmen zu

FRANKFURT AM MAIN (Rö). Den zweiten "Tag des Cholesterins" haben am Samstag viele Menschen genutzt, ihren Cholesterinwert und damit einen wichtigen kardiovaskulären Risikofaktor bestimmen zu lassen.

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Mit gutem Beispiel vorangegangen bei der Aktion der Lipid-Liga sind in diesem Jahr Mitarbeiter der Apotheker- und Ärztebank sowie der KV Hessens. Außer der Aufklärung der Bevölkerung haben diesmal auch Kinder und Jugendliche im Fokus gestanden.

Den Grund hat Professor Aloys Berg von der Universität Freiburg bei einer Pressekonferenz der Liga genannt: Fünf Prozent der Kinder haben bereits sekundäre Fettstoffwechselstörungen, denn 20 Prozent der Kinder sind übergewichtig, zehn Prozent sind adipös. Und von diesen hat bereits jedes zweite Kind eine Fettstoffwechselstörung. Dies habe jetzt eine Untersuchung an der Universität Freiburg ergeben, sagte Berg.

Aber auch die Familiäre Hypercholesterinämie ist mit einer Häufigkeit von eins zu 500 nicht selten.

Die Behandlungsmöglichkeiten hätten sich für Kinder entscheidend verbessert, erinnerte Professor Achim Weizel aus Mannheim, der Vorsitzende der Lipid-Liga. Außer der Basistherapie gibt es jetzt auch die Möglichkeit, wenn diese nicht genügt, die Kinder mit Pravastatin zu behandeln, das ab dem achten Lebensjahr zugelassen ist. Eine Cholesterinbestimmung ist in der Jugendgesundheitsuntersuchung J1 im 11. bis 12. Lebensjahr vorgesehen, wird jedoch selten genutzt.

Bei Erwachsenen hätten jetzt zwei neue Studien weitere Belege für den Nutzen einer Statin-Therapie erbracht, erinnerte Weizel in Frankfurt. So hat die Reverse-Studie belegt, daß Gefäßveränderungen reversibel sind,wenn das Cholesterin gesenkt wird. Und die CARD-Studie hat gezeigt, daß Statin-Therapie bei Diabetikern die Herzinfarkt-Rate verringert.

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