Ärzte Zeitung, 08.10.2004

Arcobacter in Geflügelfleisch nachgewiesen

BONN (eb). Seine Bedeutung ist noch nicht geklärt, seine Verbreitung ist aber enorm: Eine Arbeitsgruppe des Instituts für Lebensmittelhygiene der Freien Universität Berlin hat Frischfleisch auf das Bakterium Arcobacter untersucht.

Bei 38 von 103 Geflügelproben aus dem Berliner Einzelhandel, das sind 37 Prozent, sei das Bakterium nachgewiesen worden, so der aid infodienst, der vom Ministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft gefördert wird. Rinderhackfleisch war weniger belastet: In nur drei von 75 Stichproben, das entspricht vier Prozent, fanden die Wissenschaftler das Bakterium.

Wegen seiner engen Verwandtschaft mit dem Bakterium Campylobacter wird auch Arcobacter verdächtigt, beim Menschen Bauchkrämpfe, Durchfall, Erbrechen und Fieber auslösen zu können. In den letzten 20 Jahren sei der Keim mehrfach bei Patienten mit Magen-Darm-Erkrankungen nachgewiesen worden, heißt es weiter. Die Übertragungswege seien allerdings noch wenig bekannt.

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