Lebensmittelkontrolleure - Großeinsatz am Hafen

HAMBURG (di). In Ausnahmefällen finden sie Glassplitter, Draht oder krankmachende Bakterien in den Lebensmitteln. Direkte Gesundheitsgefährdungen stellen die Kontrolleure des Hamburger Instituts für Hygiene und Umwelt aber selten fest.

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Die Lebensmittelanalysen waren laut Jahresbericht auch 2003 ein Schwerpunkt für die Arbeit des Instituts. Von den 22 000 Proben beanstandete das Institut fast 2700 - immerhin zwölf Prozent. Eine direkte Gesundheitsgefährdung gab es aber nur bei insgesamt 14 Proben.

Häufiger sind irreführende oder falsche Kennzeichnungen - wenn etwa statt des deklarierten Schafkäses nur Kuhmilch in der Probe festzustellen ist. Oft wird in den Lebensmittelproben aber auch ein erhöhter Gehalt an gesundheitsschädlichen Keimen festgestellt.

Immer wichtiger wird die Arbeit des Hamburger Instituts für die Gesundheit der EU-Bürger - wegen der über den Hafen importierten Lebensmittel. Die Menge der dort eingeführten Sendungen mit Fleisch, Fisch oder Gewürzen steigt rasant an. Im laufenden Jahr wird das Institut in rund 5000 Lebensmittelproben aus dem Hafen zum Beispiel nach verbotenen Tierarzneimitteln in brasilianischem Geflügelfleisch oder nach krebserregenden Schimmelpilzgiften in iranischen Pistazien fahnden.

Die Bedeutung dieser Kontrollen für den gesundheitlichen Verbraucherschutz in der Europäischen Union (EU) steigt, weil durch den freien Warenverkehr keine weiteren Untersuchungen innerhalb der EU vorgesehen sind. Hamburg hat auf die steigende Verantwortung mit vier neuen Kontrollzentren für die Einfuhr tierischer und pflanzlicher Waren im Hafen reagiert.

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