Ärzte Zeitung, 10.02.2005

Vermindert eine Substanz aus Möhren das Risiko für Krebs?

Falcarinol erwies sich im Tierversuch als hoffnungsvoll

DAVIS (ddp). Die in Karotten enthaltene Substanz Falcarinol vermindert das Risiko, an Krebs zu erkranken. Das haben britische Wissenschaftler in Experimenten an Ratten nachgewiesen. Diese Schlüsselsubstanz ist ein natürliches Pestizid und schützt die Möhren vor einem Pilzbefall.

Kirsten Brandt und ihr Team von der Universität in Newcastle upon Tyne in Großbritannien veröffentlichen ihre Ergebnisse im "Journal of Agricultural and Food Chemistry" (online vorab). Die Wissenschaftler testeten Falcarinol an Ratten, die schon eine Vorstufe von Krebs hatten. Acht Tiere bekamen rohe Karottenstücke als Futterzusatz, bei weiteren acht Ratten wurde Falcarinol unter das Futter gemischt. Acht Tiere der Kontrollgruppe fraßen normales Futter ohne Zusatz.

Ergebnis: Bei Tieren der Kontrollgruppe war Krebs dreimal so häufig wie bei den Tieren, die Falcarinol pur oder mit den Karotten bekommen hatten. Wie die Substanz genau wirkt, ist noch nicht bekannt. Nun wollen die Wissenschaftler testen, in welcher Menge und in welcher Form Falcarinol am besten wirkt. Zudem wollen sie untersuchen, ob bestimmte Möhrenarten gesünder sind als andere und ob Falcarinol auch nach dem Kochen von Karotten noch wirksam bleibt.

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