Ärzte Zeitung, 12.12.2006

Fettarme Snacks verleiten dazu, mehr zu essen

NEU-ISENBURG (Smi). Wer "fettarme" Nahrungsmittel konsumiert, nimmt in der Summe im Durchschnitt bis zu 28 Prozent mehr Kalorien auf, als wenn er zu ähnlichen Produkten ohne dieses Label griffe.

Das hat Brian Wansink von der Cornell University in Ithaca (US-Bundesstaat New York) bei Erhebungen in Kinos, Ferienanlagen und Privathaushalten herausgefunden.

"Die Leute vergegenwärtigen sich nicht, daß fettarm nicht unbedingt kalorienarm bedeutet", sagte Wansink einem Bericht der Online-Agentur EurekAlert zufolge. Tatsächlich hätten fettarme Snacks im Durchschnitt elf Prozent weniger Kalorien als herkömmliche Produkte.

Die Konsumenten schätzten die Kalorienzahl jedoch um bis zu 40 Prozent niedriger ein. Für fettleibige Menschen seien die Folgen dieses Irrtums besonders fatal, denn sie nähmen auf diese Weise bis zu 45 Prozent mehr Kalorien zu sich, als wenn sie sich auf herkömmliche Weise ernährten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »