Ärzte Zeitung, 27.02.2007

Kaffee ist reich an Ballaststoffen

DAVIS (ddp.vwd). Kaffee enthält Ballaststoffe in unerwartet großen Mengen, haben Forscher aus Spanien gezeigt: In einer Tasse des Heißgetränks können je nach Zubereitungsart bis zu 1,5 g der unverdaulichen Kohlenhydrate gelöst sein.

Die meisten Ballaststoffe finden sich im Instant-Kaffee, gefolgt von Espresso und Filterkaffee. Drei Tassen Kaffee pro Tag könnten daher bereits einen Beitrag dazu leisten, die empfohlenen 25 Gramm Ballaststoffe täglich zu erreichen. Das berichten die Forscher vom Nationalen Forschungsrat CSIC in Madrid (Journal of Agricultural and Food Chemistry, Online-Vorabveröffentlichung).

Kaffeebohnen enthalten eine ganze Reihe unverdaulicher Substanzen wie Zellulose und verschiedene lösliche Zuckerarten. Ob diese Ballaststoffe jedoch beim Kaffeekochen in das heiße Wasser übergehen und wenn ja, welche und wie viele es sind, war bislang unklar.

Mithilfe von Verdauungsenzymen und einer Art künstlichem Darm untersuchten die Forscher den Ballaststoffgehalt der drei in Europa bevorzugten Kaffeevarianten Filterkaffee, Espresso und Instant-Kaffee. Das Ergebnis: 100 Milliliter Instant-Kaffee enthalten 0,75 Gramm Ballaststoffe, die gleiche Menge Espresso kommt auf 0,65 Gramm und der Filterkaffee auf 0,47 Gramm.

Hauptbestandteil der unverdaulichen Kohlenhydrate war ein Mehrfachzucker, wie er auch im Johannisbrotkernmehl vorkommt. Demnach machen die löslichen Ballaststoffe zumindest mengenmäßig einen entscheidenden Anteil des Kaffees aus und übertreffen damit deutlich den Ballaststoffgehalt anderer Getränke wie Wein oder Orangensaft, sagen die Forscher.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstlicher Arm bald so gut wie biologischer

Eine Armprothese so zu bewegen wie das eigene Fleisch und Blut – Forscher aus London und Göttingen sind dem einen wichtigen Schritt näher gekommen. mehr »

Jeder sechste Todesfall durch Diabetes.

Diabetes wird als Todesursache unterschätzt. Jeder sechste Deutsche stirbt nach aktuellen Studiendaten letztlich an Folgen der Zuckerkrankheit. mehr »

TK beauftragt E-Patientenakte bei IBM

Der TK geht die Entwicklung bei der Telemedizin zu langsam. Jetzt startet die Kasse eine eigene Initiative. Partner ist IBM. mehr »