Direkt zum Inhaltsbereich

Wer an Salz spart, beugt Herzinfarkt und Schlaganfall vor

BOSTON (Rö). Salzarme Kost senkt nicht nur den Blutdruck. Sie beugt auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Das wurde jetzt erstmals nachgewiesen. Schon bei hochnormalen Blutdruckwerten wird mit 30 Prozent weniger Salz jedes vierte kardiovaskuläre Ereignis verhindert.

Veröffentlicht:

Wer täglich ein Drittel weniger Salz als gewohnt zu sich nimmt, vermindert sein Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall um ein Viertel. Das bedeutet: Jeder sollte auf 3 g Salz pro Tag verzichten. Denn in Deutschland verzehren Männer derzeit täglich 9 g Salz, Frauen 7 g. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt aber einen Richtwert von 6 g täglich.

Es ist gar nicht so schwer, 3 g Salz täglich einzusparen. Man muss nur auf den Salzgehalt von Lebensmitteln achten. Etwa 3 g Salz sind zum Beispiel enthalten in 100 g Salami (etwa 5 Scheiben), in 150 g Kasseler, in 125 g Camembert oder in 50 g Matjesfilet.

Salzarm sind dagegen fettarme Milch (0,6 g pro halben Liter), Rindfleischfilet (0,12 g Salz pro 100 g) oder Bachforelle (0,1 g pro 100 g).

Dass mit dem Verzicht auf etwa 3 g Salz täglich Herz und Gefäße geschützt werden, haben jetzt erstmals US-amerikanische Kollegen nachgewiesen. Und sie haben auch festgestellt, dass Menschen in der Lage sind, langfristig ihren Salzkonsum einzuschränken. Viele Menschen, die vor 10 bis 15 Jahren in Interventionsstudien gelernt hatten, ihren Salzverbrauch einzuschränken, sind bis heute dabei geblieben.

In ihrer Gruppe hatten 7,5 Prozent ein kardiovaskuläres Ereignis wie Herzinfarkt bekommen. In der Kontrollgruppe ohne Salzeinsparung waren 9 Prozent betroffen (BMJ 334, 2007, 885).

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

© Springer Medizin Verlag

Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: medac GmbH, Wedel
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Selektivvertrag und elektronische Verschreibung

Hilfsmittel: Erprobung des eRezeptes wird ausgeweitet

Lesetipps
Erreger schwirren durch die Luft.

© Grispb / Stock.adobe.com

Primäre und sekundäre Formen

Immundefekte erkennen: So klappt’s in der Praxis

Ein arzt schaut einem alten Patienten genau ins Gesicht

© Yuri Arcurs / adobe.stock.com

Leitlinie

Wie Sie Schmerzen bei Demenz-Patienten erkennen

Ein verschrumpelter roter Luftballon mit ganz wenig Luft.

© Jörg Lantelme / Stock.adobe.com

Von ungefährlich bis akut lebensbedrohlich

Leitsymptom Dyspnoe: So geht’s rasch zur richtigen Diagnose