Ärzte Zeitung, 14.12.2007

Auch ein leichter Natriummangel ist relevant

DRESDEN (hub). Auch eine moderate Hyponatriämie ist eine Therapieindikation. Denn oft ist der Natriummangel nur auf den ersten Blick asymptomatisch.

Bei Patienten mit akuter schwerer Hyponatriämie - also bei Serumnatrium unter 120 mmol/l - mit Bewusstseinstrübung oder Koma bestehe kein Zweifel an einer Therapienotwendigkeit. Unklar sei bisher die Situation bei leichten bis moderaten Hyponatriämien (125 bis 132 mmol/l Serumnatrium), so Professor Peter Gross (DMW 132, 2007, 1848).

Doch auch ein solcher Natriummangel zeige Symptome: stürzen, verrechnen, vergessen, verwechseln. "Das ist bei alten Patienten sehr alltagsrelevant", so Gross. So haben Kollegen aus Brüssel mit Hilfe von Harnstoff als Kapsel bei Patienten durch osmotische Diurese einen Natriummangel erzeugt. Die Patienten hatten 30 Prozent mehr Schwankungsabweichungen im Gehtest als zuvor unter Normonatriämie. Auch die Kognition war schlechter.

Als Therapieoption sei derzeit nur die Flüssigkeitsrestriktion verfügbar. In den USA sei für diese Indikation bereits ein Vasopressin-Antagonist zugelassen.

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