Ärzte Zeitung, 21.10.2004

"Ein großer Freund von Ärzten und Wissenschaftlern aus aller Welt"

Herbert Falk erhält Ehrendoktorwürde der Uni Freiburg / Staffelstab geht an den Sohn

Von Philipp Grätzel von Grätz

Organisierte bis heute mehr als 11 000 Fortbildungsseminare für Ärzte: Dr. Dr. Herbert Falk. Foto: Dr. Falk Pharma GmbH

Über einen Mangel an Ehrungen kann sich der achtzigjährige Dr. Dr. Herbert Falk, Gründer der Dr. Falk Pharma GmbH (Freiburg), wahrlich nicht beklagen. Eine ganz besondere kam jetzt dazu: Seine eigene Alma mater, die Universität Freiburg, hat dem Arzt, Pharmazeuten, Firmengründer und passionierten Schwarzwaldwanderer jetzt die Ehrendoktorwürde verliehen.

Erst im Sommer war Herbert Falk von der American Gastroenterological Association (AGA) mit dem "Lifetime Distinguished Service Award" geehrt worden. Diese höchste Auszeichnung der US-amerikanischen Gastroenterologen wird nur alle fünf Jahre vergeben.

Der Name Falk ist weit über Deutschland hinaus zu einem Synonym für hochkarätige Fortbildungen geworden, die auf dem Feld der Gastroenterologie klinische Praxis und aktuelle Wissenschaft miteinander verquicken.

Nachdem der 1924 geborene Herbert Falk im Jahr 1960 aus der elterlichen Apotheke heraus das Pharmaunternehmen Dr. Falk gegründet und in den Folgejahren durch die Produktion von Magen-Darm-Präparaten zu einem florierenden Familienunternehmen ausgebaut hatte, wandte er sich ab den 70er Jahren mit großer Leidenschaft der Aus- und Weiterbildung von Ärzten und Wissenschaftlern zu.

Die Falk Foundation als Trägerin dieser Bemühungen habe seither mehr als 11 000 Veranstaltungen organisiert oder unterstützt, an denen über eine Million Ärzte teilgenommen hätten, wie Falks langjähriger Wegbegleiter und Organisator vieler Fachsymposien, Professor Wolf Gerok, in seiner Laudatio sagte. "Es wird in diesem Land kaum einen Arzt geben, der nicht schon einmal eine Falk-Veranstaltung besucht hat", so Gerok. Darunter waren bis heute auch knapp 200 große Falk-Symposien, mehrtägige Veranstaltungen, an denen Gastroenterologen aus aller Welt teilnehmen.

"Herbert Falk hat dabei niemals Einfluß auf das Programm oder auf die Auswahl der Referenten genommen", wie Wolf Gerok betonte. Bereits vor dem Fall des Eisernen Vorhangs galten Falks besondere Bemühungen der Einbindung von Forschern aus Osteuropa, die er mit aktueller Literatur versorgte und denen er durch Einladungen die Teilnahme an seinen Veranstaltungen ermöglichte.

Falk, der Anfang dieses Jahres die Verantwortung für Firma und Stiftung an seinen Sohn und seine Frau weitergegeben hat, sei durch die Bereitschaft zu harter Arbeit, durch seine Passion für die Grundlagenforschung und durch seine kommunikative Ader zu einem erfolgreichen Unternehmer geworden, so Gerok. "Darüber hinaus ist er seit Jahrzehnten ein wichtiger Förderer und großer Freund von Wissenschaftlern und Ärzten in aller Welt".

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