Ärzte Zeitung, 30.11.2004

Preis für Palliativmediziner

Richtlinien zur terminalen Sedierung erarbeitet

WEIMAR (eb). Für sein Engagement im Bereich der Palliativmedizin ist Professor H. Christof Müller-Busch von der Universität Witten/Herdecke mit dem Förderpreis Palliativmedizin geehrt worden.

Professor H. Christof Müller-Busch (Mitte) erhält von Professor Eberhard Klaschik (links) und Burkhard Blettermann den Förderpreis Palliativmedizin. Foto: Mundipharma

Mit seiner Arbeitsgruppe hat Müller-Busch Richtlinien zur Sedierung palliativmedizinisch betreuter Patienten erarbeitet, zu Indikation, Voraussetzungen, Techniken und Zielen. Die Richtlinien sollen für Ärzte eine Hilfe sein, auch in schwierigen Situationen Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Müller-Busch sieht die Lebensqualität im Mittelpunkt aller palliativmedizinischen Bemühungen. "Ziel palliativer Sedierung ist nicht notwendigerweise der Tiefschlaf oder ein komatöser Zustand bis zum Tod, sondern eine optimale Symptom- und Angstminderung", sagt er.

Der mit 5000 Euro dotierte und von Mundipharma gestiftete Preis wurde ihm beim 6. Palliativtag in Weimar von Professor Eberhard Klaschik, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, und Burkhard Blettermann von Mundipharma überreicht.

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