Ärzte Zeitung, 17.02.2005

Drei Nachwuchsforscher teilen sich Martini-Preis 2005

Forschungen zu Immunsuppressiva und Neuroprotektiva

HAMBURG (eb). Drei Nachwuchsforscher aus Hamburg sind jetzt mit dem Dr. Martini-Preis ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung ist mit 11 000 Euro dotiert.

Wie die Uni-Klinik Eppendorf mitteilt, teilen sich Dr. Sonja Schrepfer und Dr. Tobias Deuse von der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie 7000 Euro für ihre Untersuchungen einer neuen Gruppe von Substanzen, die als Immunsuppressiva nach Organtransplantationen in Frage kommen. Es handelt sich um Malononitrilamide, die in Tiermodellen ohne wesentliche Nebenwirkungen die Abstoßung von Transplantaten verhindert haben. Darüber hinaus haben die beiden Preisträger nachgewiesen, das diese Substanzen Gefäßstenosen verhindern können.

Der dritte Preisträger, Privatdozent Dr. Axel Methner von der Klinik für Neurologie, erhielt 4000 Euro. Er wird für seine Untersuchungen zur ischämischen Präkonditionierung ausgezeichnet. Der Wissenschaftler fand heraus, daß das Eiweißmolekül BI-1, das nach einem kleinen Schlaganfall übermäßig synthetisiert wird, Gehirnzellen vor dem Zelltod schützt. Dies geschieht durch Senkung des Kalziumspiegels. Ischämische Präkonditionierung beschreibt das Phänomen, daß ein kleiner Schlaganfall vor einem großen Schlaganfall schützen kann.

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