Ärzte Zeitung, 17.01.2006

Leipziger Medizin-Fakultät für herausragende Lehre belohnt

Hartmannbund verleiht erstmals seinen "Preis für Ausbildung an den Medizinischen Fakultäten" / Lob für Studentenbetreuung und Praxisbezug

LEIPZIG (dür). Für "herausragende Leistungen in der akademischen Lehre des Studienganges Humanmedizin" und die erfolgreiche Umsetzung der neuen Approbationsordnung hat der Hartmannbund die Medizinische Fakultät der Uni Leipzig ausgezeichnet. Die Jury-Entscheidung beruht auf einer Internet-Umfrage, an der sich etwa 2000 Studierende beteiligt haben.

Übergeben wurde der erstmals verliehene, nicht dotierte Preis vom Vorsitzenden des Verbandes Dr. Kuno Winn. "Es war uns ein besonderes Anliegen, eine Fakultät auszuzeichnen, die in einer finanziell schwierigen, gesundheitspolitisch angespannten Situation in eine solide Ausbildung ihrer Studierenden investiert und somit eine gutausgebildete, zufriedene und engagierte Generation neuer Mediziner schafft", sagte Winn.

Die in der Umfrage am besten bewerteten fünf Fakultäten Leipzig, Münster, Witten-Herdecke, Rostock und Mannheim mußten sich nochmals einer Detailbefragung unterziehen, daraus ging Leipzig als Sieger hervor. Entscheidende Kriterien in der Befragung waren Unterrichtsorganisation, Betreuungsverhältnis der Lehrenden zu den Studierenden, Praxisbezug und Ausstattung mit Lehrmitteln.

Die Leipziger Fakultät überzeugte mit einer hohen Zahl fakultativer Kurse, enger Kooperation mit den Studenten bei Planung und Evaluierung der Lehre und einer eigenen Fakultätskommission für die Evaluation der Lehre. Ergänzt wird dies durch Lehrhefte, definierte Lernziele und ein Ombudsmann-System an außeruniversitären Lehreinrichtungen.

Praktikumshefte, die halbjährlich ausgewertet werden, sichern die Qualität der Lehre. Besonders lobte der Hartmannbund auch Organisation und Service. Ein "Referat Lehre" sorge dafür, daß sich Lehrveranstaltungen zeitlich nicht überschneiden.

Der Leipziger Dekan Professor Jürgen Meixensberger sieht in dem Preis eine Bestätigung für den Kurs, den die Fakultät in der Ausbildung künftiger Ärztinnen und Ärzte fährt. "Wir wollen nicht nur Fachwissen vermitteln, sondern legen viel Wert auf die selbständige Erarbeitung wissenschaftlicher Problemstellungen und den Praxisbezug", sagte er. Dies versuche die Fakultät mit dem Programm, das bei den Studierenden große Resonanz finde, zu erreichen.

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