Ärzte Zeitung, 14.06.2007

Auszeichnungen durch die Jung-Stiftung

Mit den Frankfurter Professoren Dr. Andreas Zeiher und Dr. Stefanie Dimmeler ist in Hamburg auch der Wiener Molekularbiologe Professor Josef Penninger mit dem Ernst-Jung-Preis für Medizin 2007 ausgezeichnet worden.

Penninger wird für seine Forschung zu Genfunktionen im Organismus und zur Beteiligung von Genen bei Krankheiten, auch bei Infektionskrankheiten wie die durch Coronaviren ausgelöste Lungenentzündung SARS, geehrt. Bei den Feierlichkeiten zur Verleihung des Jung-Preises wurde dem Rheumaforscher Dr. Jörg Distler von der Uni Erlangen der mit 180 000 Euro dotierte Ernst-Jung-Karriere-Förder-Preis überreicht. Der Wissenschaftler wird damit für seine Forschung zur Bedeutung von Mikropartikeln in der Pathogenese entzündlicher Gelenkerkrankungen geehrt.

Mit der Ernst-Jung-Medaille für Medizin in Gold ehrte die Ernst-Jung-Stiftung den Neurowissenschaftler Professor Hans Thoenen vom Max-Planck-Institut für Neurobiologie in München für sein Lebenswerk. Der Forscher hat Wachstumsfaktoren für Neuronen, die Neurotrophine, entdeckt und charakterisiert. Dazu gehört der NGF (nerve growth factor) und der BDNF (brain-derived neurotrophic factor). Der Medaillen-Empfänger darf nun einen Stipendiaten benennen, der eine Zuwendung von 30 000 Euro erhält. (eb)

Lesen Sie dazu auch:
Stammzellforscher mit Jung-Preis geehrt

Topics
Schlagworte
Events (705)
Krankheiten
Lungenentzündung (777)
Personen
Andreas Zeiher (27)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »