Ärzte Zeitung, 11.06.2012

Highlights 1998

Verwicklungen um die ICD-10

Verwicklungen um die ICD-10

Hannover, 20. Januar 1998. Mit seiner Entscheidung, die neue ICD-10-Kodierliste nicht zu veröffentlichen verursacht Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer juristischen Komplikationen. Denn nach der Gesetzeslage sind alle Ärzte seit dem 1. Januar 1998 verpflichtet, ihre Diagnosen nach der ICD-10 zu verschlüsseln.

Die vorangegangene Version einer Kodierung, die von der Weltgesundheitsorganisation stammte, hatte zu Kritik und Spott geführt.

Beispielsweise gab es dort die Diagnose "Korkodilbiss". Den Ärzten war es aus Gründen des Datenschutzes jedoch nicht erlaubt, Diagnosen offen zu benennen.

Andererseits hatte Seehofer Sanktionen bei Nichtverschlüsselung mir dem 2. NOG abgeschafft.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Bruch mit dem deutschen Verordnungssystem?

Eine Gesetzesänderung ermöglicht Ärzten seit kurzem, Cannabis zulasten der Kassen zu verschreiben. Der Patient bezieht Cannabis aus der Apotheke. Das neue Rechtskonstrukt sehen viele aber als "Systembruch". mehr »