Ärzte Zeitung, 29.08.2012

Highlights 2007

Alle Kassen unter einem Dach

21. MAI 2007. Ein neues Kapitel in der Geschichte der gesetzlichen Krankenversicherung ist in Berlin aufgeschlagen worden: Mit der Wahl eines Verwaltungsrates haben die zu dem Zeitpunkt bestehenden 214 Krankenkassen den ersten Schritt zur Gründung eines Spitzenverbandes Bund getan.

Der Verband wird als Körperschaft des öffentlichen Rechts künftig die Kollektivverträge für die Krankenkassen auf Bundesebene abschließen. Außerdem vertritt der GKV-Spitzenverband die Kassen im Bundesausschuss.

Die alten Spitzenverbände werden zu Vereinen umfirmiert und verlieren deutlich an Einfluss. Ihre Experten, etwa für Vertragspolitik mit den Ärzten (einst beim AOK-Bundesverband) oder für Arzneimittel (ehemals beim BKK-Bundesverband) geben sie an den neuen Spitzenverband ab.

Im Ergebnis zeigt sich, dass die Politik des neuen Spitzenverbandes einen gemeinsamen Nenner aller Kassen vertritt: Kostensteigerungen wirksam zu dämpfen, um einen Zusatzbeitrag zu vermeiden.

Erste Vorsitzende des Verbandes wird Doris Pfeiffer vom vdek, ihr Stellvertreter ist Johann-Magnus von Stackelberg (einst AOK). Dritter Vorstand ist bis 2010 K.-Dieter Voß (BKK). Auf ihn folgt Gernot Kiefer, einst IKK. (bee/HL)

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