Ärzte Zeitung, 11.03.2014

Fukushima

Jetzt mehr indirekte Katastrophenopfer?

FUKUSHIMA. Stress und andere durch das Mega-Beben mit anschließendem Tsunami vom 11. März 2011 ausgelöste gesundheitliche Folgen haben in der nordostjapanischen Präfektur Fukushima insgesamt mehr Todesopfer gefordert als die Katastrophe direkt. Das berichtet die "Japan Times" in ihrer Online-Ausgabe.

So hätten 1607 Menschen im direkten kausalen Zusammenhang mit der Katastrophe ihr Leben lassen müssen. Mitte Februar seien hingegen 1656 Menschen in der Präfektur als Opfer der Katastrophenfolgen zu beklagen gewesen.

Noch immer seien 136.000 Katastrophenopfer ausquartiert, deren Häuser und Wohnung durch das Beben und die Fluten zerstört und/oder durch die Reaktorhavarie kontaminiert wurden. (maw)

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Japan (438)
[25.07.2014, 20:32:38]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Guter Beitrag, aber "kontaminiert" ist falsch.
Korrekt heist es Strahlenexposition und nicht Kontamination, wir sind doch ein Ärzteblatt.
Und zweitens erfolgte die gigantische Evakuierung um eine für gefährlich gehaltene Strahlenexposition zu verhindern.
Was für "gefährlich" gehalten wurde war KEINE medizinisch oder physikalisch begründbare Entscheidung,
sondern eine POLITISCHE.
Wirklich übel nehmen konnte man das den politischen Entscheidungsträger alber NICHT, denn Sie standen unter massivem medialen Druck, das alles für gefährlich halten zu müssen, greenpeace &Co lässt grüßen.
Auch die Deutschen spielen dabei eine sehr blamable Rolle, weil ihre "Hilfstruppen" Angst bekamen und abgehauen sind ohne zu helfen, unterstützt von negativen FALSCHMELDUNGEN der deutschen Presse, über die die Japaner heute noch mit recht beleidigt sind.
Objektiv waren die Evakuierungen stark übertrieben, ebenso wie früher in Tschernobyl,
was bekannt ist.
Man hätte daraus lernen müssen.
Maßnahmen zum Schutz vor einer vermeintlichen Gefahr
haben also mehr geschadet als genützt. zum Beitrag »

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