Ärzte Zeitung, 08.08.2014

Fukushima

Tepco will Wasser in Pazifik leiten

TOKIO. Der Betreiber des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima Daiichi will Grundwasser aus der Atomruine in den Pazifik ableiten. Zuvor würden nahezu alle radioaktiven Stoffe aus dem Wasser entfernt, versicherte Tepco am Donnerstag.

Tepco hofft, so den Wassermassen beizukommen, die in den zerstörten Reaktor sickern. Zuvor will Tepco noch die Einwilligung von Fischern einholen.

Jeden Tag mischten sich rund 400 Tonnen Süßwasser mit radioaktiv verseuchtem Wasser, das zur Kühlung der vor drei Jahren bei einem Erdbeben und Tsunami zerstörten Reaktoren dient.

Tepco hatte schon einmal Grundwasser ins Meer geleitet, jedoch nach eigenen Angaben unbelastetes. Der AKW-Betreiber baut derzeit eine neue Wasseraufbereitungsanlage und eine "Eismauer", bei der das Erdreich um die Reaktoren eins bis vier herum vereist werden sollen, damit dort kein Grundwasser mehr eindringen kann. Beides soll im September fertig sein.

Im September 2013 hatte Premierminister Shinzo Abe nach einer Pannenserie am Meiler angekündigt, die Regierung übernehme nun die Kontrolle über die Lösung der "Wasserkrise". (dpa/maw)

Topics
Schlagworte
Japan (438)
Personen
Shinzo Abe (23)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Abstimmung über Trumps Gesundheitsreform verschoben

Die Republikaner haben nicht genügend Stimmen für die Abschaffung von "Obamacare" zusammen, verschieben die Abstimmung im Kongress. Trump muss warten - das kann ihm nicht schmecken. Aber das Weiße Haus macht Druck. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »